Bocadillo bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie Häppchen. Im spanischen Sprachgebrauch werden damit häufig kleine Snacks, Brötchen oder Fingerfood bezeichnet. In Kolumbien ist bocadillo aber gleichzeitig eine geleeartige Süßigkeit, die zum Großteil aus guayaba (Guave) besteht. Die Hauptzutaten sind das Fleisch der Guave, Guaven-Sirup, Rohrzucker und etwas Zitronensäure. Verwendung findet bocadillo zwar auch in einigen Gerichten, hauptsächlich wird es aber pur oder kombiniert mit einem Stück Käse doble crema gegessen, beispielsweise als Proviant auf einer Wanderung, zwischen den Mahlzeiten oder auf Parties.
Obst:
Die Region rund um Málaga ist bekannt für ihren Reichtum an Früchten. Sie sollten unbedingt darauf achten, dass Sie um einen jugo natural bitten, wenn Sie in einem Café einen Saft trinken möchten. Ansonsten wird ihnen nur eine Art Nektar oder Fruchtlimonade serviert, jedoch kein frischer Fruchtsaft. Besonders lecker schmecken die Milchshakes jugo con leche, die Sie beinahe überall für ein paar Pesos bekommen können. Eine weitere Verwendung finden Mandarinen, Mango, Bananen, Orangen, Brombeeren, Papayas oder Feigen in Obstsalaten, die mit etwas Milcheis in den Eisdielen verkauft werden. Zu den in Europa etwas unbekannteren und exotischen Sorten gehören Lulo, Feijoa, Curuba und Guayaba.
(zu Bogotá)
Nach der Legende musste jeder neu ernannte Fürst des Eingeborenenstamms der Muisca dem Sonnengott Opfer darbringen. Dazu fuhr er mit einem Floß auf den Bergsee von Guatavita in der Nähe des heutigen Bogotá. Er war von Kopf bis Fuß mit Goldstaub bedeckt, und auf dem Floß lagen zahlreiche Gegenstände aus Gold. In der Mitte des Sees opferte er diese Objekte, indem er sie ins Wasser warf. Er selber sprang in den See, um sich den Goldstaub vom Körper zu waschen, und der Staub sank mit den anderen Gegenständen auf den Grund des Gewässers. Dieses Ritual vollzogen jahrzehntelang alle neuen Herrscher der Muisca. Als die spanischen Eroberer von der Geschichte hörten, packte sie die Gier nach diesem vermeintlich riesigen Goldschatz, der sich auf dem Grund des Sees befinden musste, und lange Zeit kamen viele Abenteurer in diese Gegend, um den Schatz zu bergen. Gefunden wurde er nie, dafür haben sich viele Legenden um diesen sagenhaften Ort gebildet, nach dem heute der Flughafen benannt ist.
 
Infrastruktur vor Ort:
Das Straßennetz der Provinz García Rovira umfasst 1.206 km. 19% davon gehören zum nationalen Straßennetz. Die Qualität dieses Anteils ist verhältnismäßig gut, die Straßen sind geteert und gut befahrbar. Der Rest des Netzes ist dagegen in einem schlechten Zustand. Der Straßenbelag besteht in der Regel aus Schotter, Schlaglöcher sind zahlreich. Zudem machen die bei Erdrutschen auf die Straße gefallenen Steine ein komfortables Reisen schwierig. Wiederholt kreuzen Bäche den Straßenverlauf. Normalerweise stellen sie kein großes Hindernis für den Verkehr dar, nach starken Regenfällen schwellen sie jedoch gelegentlich so stark an, dass einige Straßenabschnitte für eine gewisse Zeit nicht passierbar sind.
Souvenirs:
Zu den typischen Produkten der Region gehören Ruanas, Kaffee, Bocadillo, Panuchas und verschiedene Obstsorten.
Ruanas sind vergleichbar mit Ponchos. In der Regel werden sie aus Schafsfell gestrickt. Sie sind rechteckig und erinnern an eine grobe Decke, mit dem Unterschied, dass sich in der Mitte ein Schlitz befindet, durch den der Kopf gesteckt wird. Traditionell sind Ruanas einfarbig beige, grau oder braun, je nach Farbe der Schafswolle. Besonders auf dem Land ist die Ruana stark verbreitet. Sie ist das traditionelle Kleidungsstück der Landbevölkerung, die dicke Wolle hält den Körper gut warm. Da die Ruana keine Ärmel hat, sondern nur offene Seiten, stört sie nicht bei Arbeiten und kann zusätzlich als Decke, Satteldecke oder Sitzkissen verwendet werden. Mittlerweile werden Ruanas in den verschiedensten Farben und mit zahlreichen unterschiedlichen Mustern verkauft. Es gibt sie in allen Größen, für Kleinkinder und Erwachsene.
Der kolumbianische Kaffee ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. In der Region um Málaga wird allerdings kein Kaffee angebaut. Trotzdem eignet sich ein Paket Kaffee gut als Geschenk für Freunde zu Hause, weil er ohne Probleme aus dem Land auszuführen ist.
Bei manch anderen Lebensmitteln wie besonderem Obst, Bocadillo oder Panuchas ist in dieser Hinsicht Vorsicht geboten. Vor der Ausreise sollten Sie sich genau über die Einfuhrbestimmungen des Ziel- oder Transitlandes informieren. Besonders bei einem Zwischenstop in den USA sollten Sie die Bestimmungen vorher gut lesen. In den meisten Ländern ist es verboten, frisches Obst einzuführen. Gleiches gilt in der Regel auch für andere nicht verschweißte Lebensmittel.
Panuchas sind eine Spezilität aus Málaga. Es sind kleine Süßigkeiten, bestehend aus Arequipe und Früchten. Eine Kugel aus Arequipe, umhüllt von einer Feige, oder ein mit Arequipe gefülltes Sandwich aus Keksen, überzogen mit Kokosraspeln, sind eine beliebte Leckerei. Sie dürfen zwar nicht in andere Länder eingeführt werden, bieten sich aber als Mitbringsel an, wenn Sie in Kolumbien irgendwo eingeladen sind. 
 
Restaurants:
Die Restaurants in Málaga können grob in drei Kategorien unterteilt werden: in Fastfood-Imbisse, Restaurants mit comida criolla (Hausmannskost) und sogenannte Cafeterías. Die meisten der Restaurants gehören zur Kategorie Imbiss oder Cafetería. Das Ambiente ist eher rustikal, mit Plastiktischen und -stühlen, die eng beieinanderstehen. Für einen kleinen Happen auf die Schnelle sind sie durchaus zu empfehlen, jedoch nicht für einen gemütlichen Abend. Zu den gemütlichen Restaurants gehören das Restaurante San Jerónimo oder das Restaurante Parilla Bar Panorama, beide bieten eine wunderbare Sicht über die Stadt, sind geschmackvoll eingerichtet und bieten Raum für Privatsphäre. Dafür sind sie preislich eine Kategorie höher angesiedelt als die Imbisse. Ein Hauptgericht für ca. 14.000 Pesos (ca. 4,80€) mit einem Getränk für um die 3.000 Pesos (ca. 1€) ist aber auch noch sehr günstig im Vergleich zu europäischen Preisen. Internationale Küche ist so gut wie gar nicht vertreten, bis auf ein paar kleinere Imbisse, die unter anderem auch Pizza verkaufen. Für Vegetarier ist es nicht einfach, ein geeignetes Restaurant zu finden, denn es werden kaum Gerichte ohne Fleisch angeboten. Es gibt dafür viele kleine Vorspeisen oder Snacks, die durchaus vegetarisch sind. In einem kleinen Imbiss in der Nähe des Hauptplatzes werden sogar Veggie-Burger angeboten, die vegetarische Variante des Hamburgers mit Gemüse-Frikadelle. Zusammen mit einer gaseosa, einer Limonade, kostet der Burger gerade einmal 3.500 Pesos (ca. 1,20€).
Höhlen-Touren:
15 Autominuten von Málaga entfernt liegen die Cuevas de Calichal, drei Höhlen, in denen Kletterbegeisterte auf ihre Kosten kommen. In einer der Höhlen steigt der Raum nahezu vertikal in die Höhe und misst um die 60 Meter. Diese ist nicht für Kletteranfänger geeignet. Mit einiger Erfahrung und geeigneter Ausrüstung sowie eventuell mit professioneller Begleitung wird die Erkundung dieser Höhle garantiert zu einem Erlebnis. Die beiden anderen können ohne große Gefahr auch auf eigene Faust und ohne Führer besucht werden. Die Höhlen sind immer geöffnet, und es wird kein Eintritt erhoben. Der Besucher klettert hier auf eigene Gefahr. Man sollte dabei sehr vorsichtig sein und niemals ohne Begleitung gehen, damit im Notfall jemand Hilfe holen kann.
Falls Sie alleine angereist sind, können Sie sich in der Casa de la Cultura informieren, ob nicht jemand vom SENA bereit ist, Ihnen die Höhlen zu zeigen. Oder hören Sie sich in der Stadt nach einem Ortskundigen um, der Sie begleiten mag. Auf diese Weise können Sie vielleicht auch an Ausrüstung wie Seile und einen Helm mit Lampe gelangen, der in der Dunkelheit der Höhlen sehr nützlich ist. Und erschrecken Sie nicht vor den großen Fledermauskolonien, die dort in den dunklen Ecken zu Hause sind…
Von Malaga aus erreichen Sie die Höhlen mit dem Auto auf der Carrera principal Richtung Cúcuta in ungefähr 15 Minuten, zu Fuß benötigen Sie etwa 45-60 Minuten.
 
 
Musgo español (Tillandsia usneoides) ist ein Moos, das in langen, silbergrauen Lianen von Bäumen und Stromkabeln hängt. Es zählt zu den Epiphyten, den sogenannten Aufsitzerpflanzen. Sie leben auf anderen Pflanzen und haben keinen Kontakt zur Erde. In der Regel nehmen sie Nährstoffe durch das Regenwasser auf. Musgo español oder auch Louisianamoos ist in Málaga allgegenwärtig. Es wird sogar von manchen Familien kurz vor Weihnachten gesammelt und als Lametta-Ersatz in den Weihnachtsbaum gehängt. Damit es über die Weihnachtszeit nicht eingeht, muss es lediglich einmal pro Tag mit Wasser besprüht werden.
 
 

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